Warum Cistus ihre Abwehrkräfte stärkt

Cistus incanus, die Zistrose oder Cistius- eine Heilpflanze zur Stärkung der Abwehrkräfte. 3mal höherer Polyphenolgehalt als Rotwein
Cistus incanus – die Zistrose – das Heilkraut der Chalkidikier
Foto: pixabay

Cistus ist eine Heilpflanze, die ursprünglich von der graubehaarten Pflanze „Zistrose“ abstammt und eine Fülle an Antioxidantien und Vitaminen beinhaltet. Sie wird in der Alternativmedizin zur Stärkung der Gesundheit und und zur Behandlung von Krankheiten eingesetzt. Sie ist für mich eine der stärksten Heilpflanzen für das Immunsystem, zum Entschlacken und bei Hauterkrankungen, wie Neurodermitis erfolgreich einsetzbar.

Diese Stärkung der Abwehrkräfte ist gerade in der heutigen Zeit wichtig, da bei Stress und höherer Belastung durch Umwelteinflüsse das empfindliche Gleichgewicht nützlicher Bakterien schnell durcheinander gebracht wird.

Falls Sie also noch angeschlagen sind von der letzten Erkältungswelle, dann probieren sie doch mal diese wunderbare Heilpflanze aus.

Was ist Cistus und wie wirkt es?


Cistustee wird aus den Blättern der Zistrose ( lateinisch: Cistus incanus ) hergestellt. Sie ist ein kleiner Busch mit zarten rosaroten Blütenblättern und im Mittelmeerraum, besonders in Griechenland beheimatet. In heißen Sommern klappt die Zistrose einfach ihre Blätter ein und wartet auf den nächsten Regen. In dieser unscheinbaren Form kann sie monatelang verharren. Insgesamt gibt es 20 verschiedene Arten, der Heiltee wird aus der kretischen Zistrose hergestellt und stammt aus Wildsammlungen.

Cistus enthält in seinem Harz verschiedene Pflanzenstoffe wie Phenolcarbonsäuren, Flavonoide und das ätherische Öl Sesquiterpene. Das antioxidative Potential der Zistrose ist auf ihren hohen Polyphenolgehalt zurückzuführen, der dreimal so hoch ist wie der von Grüntee und viermal so stark wie der von Rotwein und Vitamin C. Polyphenole sind sekundäre Pflanzenstoffe mit hoher antioxidativer Wirkung. Das bedeutet, dass sie vor freien Radikalen schützen und Entzündungen hemmen. Cistustee schützt folglich dank der enthaltenden Antioxidantien unsere Zellen vor vorzeitiger Alterung und beugt Krankheiten vor.

Die Zistrose wurde schon damals von den alten Grieschen und Ägyptern als pflanzliches Heilmittel genutzt, denn die vielen antioxidativen Wirktstoffe beschleunigen den Detox-Prozess und sorgen dafür, dass der Körper sich schneller und besser von schädlichen Toxinen befreien kann. Diese Toxine nehmen wir zum Beispiel tagtäglich in Form von raffiniertem und industriell verarbeitenden Essen zu uns. Auch Reizdarm-Patienten profitieren von der beruhigenden Wirkung auf den Darm.

Einer der stärksten Wirkung dieser Heilpflanze ist die Hemmung der Vermehrung von Viren im menschlichen Körper, daher spreche ich oft von der Zistrose als dem Virenblocker schlechthin. 2016 hat ein Forscherteam des Helmholtz Zentrums in München in einer Studie die positive Wirkung des Heilkrauts gegen Ebola- und andere Viren festgestellt.

Wobei hilft Cistus?

  • Erkältung und grippaler Effekt: Virusblocker – sorgt dafür, dass sich Krankheitserreger nicht weiter vermehren und im Halsbereich abgefangen werden
  • Entzündungen im Mund- und Rachenraum: Als Mundspülung kann der Tee seine antiseptische und entzündungshemmende Wirkung entfalten
  • Entschlackung: Toxine und Stoffwechselschlacken werden gebunden und leichter ausgeschieden
  • Akne und Neurodermitis: wirkt antibakteriell – vorsichtig auf betroffene Stellen tupfen und einwirken lassen
  • Schöne Haut: Auf das gesamte Gesicht aufgetragen, sorgt Zistustee für einen strahlenden Teint und ein glatteres Hautbild, ein prima natürliches Gesichtswasser
  • Magen-Darm-Beschwerden wie z.B. bei Durchfall: Cistus schützt hier die Magenschleimhaut und Darmoberfläche und hilft durch die antibiotische Wirkung schädliche Keime auszuleiten
  • Herzprobleme: die Polyphenole halten die Blutgefäße frei von Ablagerungen und regulieren den Cholesterinspiegel

Wie man sieht, kann die Pflanze bei sehr vielen unterschiedlichen Beschwerden vorbeugend oder zur Therapie verwendet werden. Cistustee wirkt somit innerlich und äußerlich auf natürliche Weise Giften aus Nahrung und Umwelt entgegen. Traditionell wird die stark entzündungshemmende und antioxidativ wirksame Zistrose bei Magenproblemen, Durchfall und als Heilmittel für die verschiedensten Hautkrankheiten eingesetzt. Die Inhaltsstoffe der Zistrose wirken adstringierend (zusammenziehend), was dazu führt, dass Durchfälle schnell verschwinden, Hautwunden rascher heilen und Juckreiz gelindert wird.

Die Haut wird dank der Zistrose ausserdem gestrafft, wirkt glatter und Fältchen werden gemindert. Zistrosentee ist somit auch ein hervorragendes Anti-Aging-Gesichtswasser. Schon in einer italienischen Studie der University of Catania aus dem Jahr 1995 stellte man fest, dass ein kurz aufgekochter wässriger Extrakt aus Cistus incanus – also einfacher Zistrosenblätter-Tee – die Magenschleimhaut vor Schäden der unterschiedlichsten Art schützen kann.


Zubereitung von Cistustee

Cistustee gegen Erkältung und Grippe, wirkt antioxidativ und entzündungshemmend. Die Heilpflanze für das Immunsystem gegen Balterien und Viren.
Cistustee hat eine 3mal höhere antioxidatove Wirkung als Grüntee oder Rotwein
Foto: pixabay


Je nachdem wie mild oder aromatisch Sie den Cistustee genießen wollen, empfielt sich eine unterschiedliche Ziehzeit. Wählen Sie einen guten Kompromiss aus Milde und Aroma, und überbrühen 2 Esslöffel Cistustee ungefähr für 7 Minuten mit 1 Liter kochend heißem Wasser. Mildere Tees erzielen Sie mit weniger Teekraut und einer Einwirkzeit von 3-5 Minuten.


Dosierung:

Zur innerlichen Anwendung: 3 mal täglich eine Tasse genießen, im Akutfall auch gerne 1 Liter über den Tag verteilt trinken
Äußerliche Anwendung: 3-mal täglich den fertigen Tee auf die betroffenen Hautstellen aufragen oder als Beauty-Gesichtswasser unser die Tages/ Nachtpflege einmassieren

Wie schmeckt Cistustee?


Ich würde sagen „aromatisch-herb“, viele beschreiben Cistus-Tee auch als bitter. Um den intensiven Geschmack abzuschwächen, kann man den Cistusblättern Zitronenmelisse, Pfefferminze oder etwas Zitrone beimischen. In erster Linie trinkt man den Cistustee der Heilkraft wegen – und das bereits seit dem vierten Jahrhundert vor Christus.


Mein persönlicher Tipp: „Virusblocker für die Hosentasche“

Wenn Ihnen Cistustee einfach nicht schmecken will, Sie aber trotzdem von seinen gesundheitlichen Vorzügen profitieren wollen, empfehle ich ihnen folgendes für unterwegs:
Cistustabletten zum Lutschen (z.B. von Pandalis in Bio-Qualität). Wenn Sie beim ersten Niesen oder Kratzen im Hals am ersten Tag eine Tablette stündlich lutschen, am zweiten Tag alle 2-3 Stunden und am 3. Tag 3-mal täglich eine Tablette wirken lassen, wird die Erkältungswelle an ihnen vorbeiziehen.

Kommen Sie gesund durch die Winterzeit mit der Heilkraft der Natur – herzlichst Claudia Brenner 🌿

7 Kommentare zu „Warum Cistus ihre Abwehrkräfte stärkt

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